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Briefe an unsere Follower #5

Oktober 08, 2009 von Peter Dessin Abgelegt in Gebrieftes., Gelesen.

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Sehr geehrter Herr Fitz! Oder, wie Sie es ja lieber mögen:
Sehr geehrter Herr Tauben-@Vergraemer!

Eigentlich wollte ich Ihnen ja keinen dieser Briefe schreiben, keinen dieser – Sie wissen ja – “ich-biedere-mich-bei-meinen-Followern-an-Briefen” – aber der heutige Umstand ist ein Besonderer.

Wie es Ihnen, Herr Fitz, und auch Ihrer mittlerweile sicher selbständig lesenden und schreibenden Timeline sicher nicht entgangen sein sollte, habe ich mich unlängst, um genauer zu sein: vor nicht einmal ein paar Stunden, mich eines Ihrer Gedanken bedient, um mich daran zu ergötzen.

Doch damit nicht genug! Es reichte mir nicht, Ihnen ein kleines gelbes Sternchen ans Revers zu heften, nein! Ich trub trieb es noch weiter! Ich führte diesen, Ihren, Gedankengang hinaus zu meiner ganz eigenen Wahrnehmung. Während Sie noch schmollend im heimeligen Wohnzimmer lagen, sich unter Teppichen einrollten und versuchten, Quichotte-like den Kampf mit windmühlenflügelgleich ausgestatteten Insekten, die wir hier der Einfachheit “Mücken” nennen wollen, aufzunehmen, tröteten Sie einen Kampfschrei hinaus ins Weite, den wir Eingeweihte ungleich als Hilferuf erkennen konnten:

Pöbel1

Ja ja, Herr Vergrämer, “ist Ihnen lieber”…! Da lachen ja die Hühner, die Mücken und die Kängurus gleichzeitig! Sie, die Sie sich in in Ihrer perfiden Art summend neben Mücken setzen, um diese am verdienten Verdauungsnachtschlaf zu hindern?

Nichtsdestotrotz, mein Lieber, schreibe ich Ihnen ja jetzt, weil ich nicht nur Ihr Treiben, das der Mücken und – ja – das der Kängurus durchschaut zu meinen glaubte. Zumal ein ähnliches Erlebnis mich zeitnah heimsuchte.

Pöbel2

Und da hätten wir sie: Die ewig währende Kausalität zweier grundverschiedener Individuen – der Pöbeler hier, der summende Charmeur dort.

Da Sie aber (wie wäre es anders zu erwarten gewesen) meinem ewig summendem Geist und pöbelndem Charme nicht aus dem Geist gingen, blieb es wohl nicht aus, Ihrer Mücke und meinem Känguru noch eine Referenz zu erweisen:

Pöbel3

So haben Sie, die Mücke, das Känguru und ich auf immer eine Ruhe gefunden und ewige Freundschaft geschlossen. Oder so.

Und Sie, Herr ehrenwerter Dr. Verfitz, sind alsobald zu einer Muse geworden. Zu meiner.

Gehaben Sie sich wohl.


6 Kommentare zu “Briefe an unsere Follower #5”


  1. eure tweets werden ungleich komischer, wenn man parallel dazu die legendären känguru-chroniken des von mir zutiefst bewunderten marc-uwe kling liest. dis mach ich nämich grad.

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  2. Oh, nein. Ich fühle mich nicht getroffen. Das geht überhaupt nicht. Nur keine Sorge. Wenn ich wirklich getroffen wäre, hätten Sie Kot an der Haustür. Oder haben Sie das ohnehin? Ich schon. Hält die Zeugen Jehovas fern… Oh, das sollte ich twittern. Mach ich gerade

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  3. Sie solten sich vorab über die Wahl der Waffen verständigen. Auch eine zeichenbegrenzung wäre wohl angemessen ;-)

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  4. wikipeter says:

    Falls Sie sich getroffen fühlen sollten, Verehrtester, bitte ich hiermit umständigst um Entschuldigung. Ich, für meinen Teil, hatte meinen Spaß.

    Nichtsdestotrotz biete ich Ihnen an, demnäcchst bei einem kleinen Biere diese unsere Meinungsverschiedenheit aus dem Weg zu räumen. (und das unter Ausschluss der Öffentlichkeit.)

    Hochachtungsvoll

    Ihr Peter D.

    5
  5. Ich will nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube, Sie lügen doch wie ein…äh…Pinocchio oder sowas halt. Im Gegensatz zu Ihren Münchhausonade habe ich das getwitterte wirklich erlebt und mache mich nicht über einen geistig Follower lustig, der sich nicht wehren kann. So!

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