spree:geflüster

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monolog eines weihnachtssingles

Dezember 24, 2009 von Peter Dessin Abgelegt in Geschrieben., GLitterarisches.

los komm geschichtenerzähler komm und erzähle es ist doch weihnachten oder zählt das nicht mehr los erzähle komm und weihnachten ist doch das fest der liebe oder nicht doch aber was weiß ich denn was liebe ist nein woher denn

KANN ICH DIE DENN ANFASSEN

nein aber
warum kann ich die denn mit nichts messen was ich anfassen kann das gibts ja gar nicht es grummelt aber immer bei mir überall bin ich denn krank ja-nein oder doch ich muss ja ständig lachen und weinen und das zu weihnachten

IST DENN LIEBE UNGERECHT

oder was ist das was mich schüttelt oder hab ich die schwindsucht wo ich blut husten kotzen muss und marzipankartoffeln und ich fresse mich wild an den gänsen die haben doch auch geliebt als sie lebten ungebraten und fröhlich wurde ihnen jeden tag ein ganter in den arsch gesteckt das ist doch wohl auch keine liebe ja was dann
was weiß denn ich ich kann ja nur lachen und weinen und muss es

ICH WEISS NICHT WAS SOLL ES BEDEUTEN

ist das denn gut
jajaja schon gut gut ja aber liebe isses nicht die ist anders wie denn kann ich die überhaupt sehen oder riechen oder was oder merke ich die nur warum merke ich die nicht oder merke ich gar nichts mehr und hab sie oder nicht und kenn sie nicht oder
die ist vielleicht gar nicht zu merken da muss man sich ja täuschen lassen wie bei zuviel trinken ist ja auch unheimlich gut dabei und am nächsten tag erzübel und nur in der eigenen kotze liegen und da ist man wie gestorben

STIRBT MAN DENN AN DER LIEBE

ja aber viel zu langsam

1 Kommentare zu “monolog eines weihnachtssingles”


  1. Eine gelungene Vivisektion des Zweifels im zuckenden Herzen… Doch eben solange es noch zuckt, bleibt immer die Hoffnung auf subtile Wunderheilung… :)

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