spree:geflüster

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Tauss-endfacher Ärger

Juni 20, 2009 von Bunki Abgelegt in Gelesen., Gesehen.

Es gibt Sachen, die regen mich auf. Beispielsweise, wenn Macht missbraucht wird. So wie die  der Insassen dieses Fahrzeuges hier, die am Donnerstag Abend ungestraft munter  im absoluten Halteverbot verweilten, während ihr Kollege mal so eben bei La Mavra (L:Friedrichshain) ne Pizza holen geht.

So nicht meine Herren Ordnungshüter

So nicht, meine Damen und Herren OrdnungshüterInnen!

Noch mehr regt mich auf, wenn eine Regierung ein Petitionssystem installiert, dann die Ergebnisse geflissentlich ignoriert respektive im Laufe eines politischen Diskurses die Gegenseite pauschal diffamiert wird und man so überhaupt nicht auf die Argumente eingeht. So geschehen in der #Zensursula-Un-Gesetzgebung. Jedermann wohl bekannt. Und wird darum auch nicht weiter ausgeführt jetzt.

Wenn das wiederum selbst eingefleischte Genossen aufregt und diese so wie @Fritten oder @tauss zum Austritt aus der EGOP (Ex-GrandOldParty) bewegt, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen (um das mal bewusst ganz vorsichtig auszudrücken), habe ich dafür vollstes Verständnis.

Ich selber überlege auch, das „rote Buch“ nunmehr zurückzugeben, welches ich dereinst im jugendlich-motivierten Überschwange im fernen Niedersachsen im Abwehrkampf gegen einen Ahnen von „vonderLying“  erworben und stolz getragen hatte. Im Laufe der Jahre war mir zwar häufiger schon  bewusst geworden, dass die ursprüngliche Motivation („14 Jahre Albrecht sind genug. Da kotzt das Niedersachsen-Ross“) nicht wirklich genug Argument dafür war, es mit Stolz weiter zu tragen. Aber wenn man aus einer alteingesessenen Sozen-Familie stammt, dauert es halt eine Weile, bis man seine Wurzeln verleugnen mag. Nun ist der Punkt auch für mich gekommen.

Doch zurück zum Ärgern. Austritt ist okay. Übertritt zu den Piraten meinethalber auch. Aber das bei Beibehaltung des Mandats ist nicht okay, so man nur über die Landesliste zum Abgeordneten gekürt worden ist. Herr Tauss, geben sie das Mandat zurück. Sie sind kein direkter Abgeordneter für einen Wahlkreis. Sie können sich nicht auf die freie Gewissensentscheidung berufen, sondern für Sie muss die grundgesetzlich nicht festgeschriebene Fraktionsdisziplin gelten. Ergo: Tschüss-MdB-Status. Auf die drei Monate werden Sie doch verzichten können?

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